Archiv 2008

November 2008: Schöner Saisonabschluß in Stuttgart

Karen Tebar sagt über das Stuttgarter Turnierwocheende: "Das Internationale Reitturnier in Stuttgart ist jedes Jahr ein ganz besonderes Ereignis für mich, schließlich wohne ich ganz in der Nähe und meine ganze Familie kommt, um bei meinem "Heimspiel" dabeizusein. Die Konkurrenz war wieder sehr groß, darum habe ich mich sehr über die beiden Platzierungen (8. im Grand Prix und 6. im Grand Prix Special) gefreut. Falada zeigte sich zum Saisonabschluß nochmals in sehr guter Form. Zwar war sie am Anfang des GP noch etwas "übermotiviert", jedoch konnte sie die Aufregung in der Prüfung ablegen und wurde immer besser. Besonders schön war die Steigerung tags darauf im Grand Prix Special, Faladas Lieblingsprüfung.

Wenn ich ein Fazit über die Saison 2008 abgebe, dann muss ich sagen, es gab Höhen und Tiefen. Die Höhen: Wenn ich die Anzahl der Siege rechne, war das unsere bisher erfolgreichste Saison mit sieben Siegen in GP oder GPS. Damit haben wir gemeinsam insgesamt 21 Siege in GP / GPS errungen. Darüber bin ich wirklich stolz! Zu den Tiefpunkten in dieser Saison zählt natürlich das Olympia-Aus wegen einer Verletzung.

Jetzt gönne ich meiner Falada erst mal eine Winterpause. Ich werde mich in der Winterarbeit insbesondere meinen beiden Nachwuchspferden widmen: der 9 Jahre alten Welesta und der 7 Jahre alten Dayana."

November 2008: Ein etwas anderes Turnierwochwenende in Lyon

Ein ganz besonderer Event war das 5-Sterne CDI in Lyon. Dort wurden vergangene Woche zum ersten Mal Dressurwettbewerbe ausgeschrieben, weil nächstes Jahr die Weltcup-Tour und im Jahr darauf das Weltcup-Finale angestrebt wird.

Man kann schon nach der Premiere sagen: Es war ein toll organisiertes Turnier mit super Kulisse und großen Namen wie Anky van Grunsven, Isabell Werth, Nathalie zu Sayn Wittgenstein.

Für Karen Tebars Falada war es das erste große Turnier nach Aachen, das ja als Vorbereitung für die Olympischen Spiele gegolten hattevier Monate vorher. Pferde merken genau, wenn es um viel geht. Entsprechend aufgeregt präsentierte sich Falada, die sich besonders im Grand Prix bei der Vorbereitung neben der Hauptarena sehr von den Zuschauerbeifällen ablenken ließ. Im Grand Prix wurden das Paar deshalb auch “nur” achte. Im Grand Prix Special hatten die beiden tolle Höhepunkte, aber auch einen kleinen Patzer, der die Wertnote trübte. So wurde das Paar dritter.

Karens Fazit: Alles in Allem war es ein sehr schönes Turnierwochenende mit der Familie und mit meinen Dressurkollegen, mit denen wir die Lyoner Küche genossen haben. Neben meinen Ritten gab es zahlreiche schöne Termine, wie z.B. das Auslosen der Mannschaften im Horseballturnier, Fototermine und Interviews (Siehe Fotos), aber auch meinen ersten Auftritt als Co-Kommentator im Fernsehen während der Grand Prix Kür. Dies war eine neue Erfahrung für mich, denn es ist nicht gerade einfach, die Ritte der Kollegen zu kommentieren, Spaß hat es auf jeden Fall gemacht...

Oktober 2008: Und sie siegen wieder!

"Das schönste Kompliment für mich ist, wenn Kollegen den Zustand meiner Frieda loben und sagen, die bewegt sich wie eine Junge!", Karen Tebar hat nach ihrer verletzungsbedingten Absage bei den Olympischen Spielen in Giengen an der Brenz das erste Turnier bestritten - und gleich die beiden wichtigsten Prüfungen gewonnen. Gemeinsam mit dem Schweden Patrick Kittel, der ebenfalls zweimal siegte, war sie damit die erfolgreichste Teilnehmerin der Giengener Dressurtage. Karen Tebar siegte sowohl im Grand Prix de Dressage (1721 Punkte) als auch im Grand Prix Speciale (1827) unangefochten mit ihrer 17 Jahre alten Stute Falada M.

"Meine Stute hatte jetzt drei Monate Pause und ich bin mit ihren Leistungen überaus zufrieden", freute sich Karen. Die Familienfeier komplett machte Vater Willy Schetter, der mit seinem Dream a little dream einen hervorragenden sechsten Platz bei der Grand Prix Kür erritten hat.

August 2008:

Karen Tebar hat nach dem Schock über die Nichtteilnahme an den Olympischen Sommerspielen in Hongkong sehr viele Zuschriften erhalten, über die sie sich sehr gefreut hat. Hier die Antwort an die Briefeschreiber:

Liebe Fans und Freunde,

herzlichen dank für die große Anteilnahme am "Schicksal" von Falada und mir. Das hat mir geholfen, da ich natürlich schon sehr traurig darüber war, nicht an der Olympiade teilnehmen zu können. Natürlich habe ich die Wettbewerbe gespannt vor dem Fernsehen verfolgt und habe mich für meine Teamkollegen Marc und Hubert gefreut, daß sie so gute Prüfungen hatten. Für Julia, meine Mitstreiterin in Athen, hat es mir sehr Leid getan, daß ihre Prüfung nicht so geklappt hat. Wir hatten uns in der Quarantäne in Aachen schon so gefreut, noch einmal gemeinsam so eine schöne Zeit wie bei der Olympiade in Athen zu erleben.

Nun zu mir: Falada ist wieder top in Schuß und wir trainieren wieder in vollem Umfang. Das ist doch eine gute Nachricht, nach all den Problemen, oder? Ich werde dieses Jahr im Herbst noch einige Turniere mit Falada bestreiten. Ich werde aber auch Welesta, meine 9-jährige Stute, jetzt vermehrt einsetzen.

Viele Grüße, Eure/Ihre Karen Tebar

Juli 2008: Olympia-Aus für Falada M

"Leider hat sich meine Stute Falada M während der Zeit in der Quarantäne verletzt", teilt die Waiblinger Dressurreiterin Karen Tebar, die für Frankreich startet, mit. "Zum Wohle des Pferdes" verzichtet sie daher auf einen Start bei den Olympischen Sommerspielen in Hongkong. Nach Rücksprache mit dem französischen Nationaltrainer und den Tierärzten hat sich die Reiterin entschieden, dem Pferd die lange Reise nach China zu ersparen. "So eine Strapaze macht nur mit einem kerngesunden Pferd Sinn", sagt sie enttäuscht.

Juli 2008: Olympia 2008

Die Zeit vor der Quarantäne in Aachen, die am 17. Juli für das französische Olympia-Team begann, hat Karen Tebar bei einem Start in ihrem Heimatort Waiblingen gut nutzen können. Vor heimischem Publikum, das die Reiterin schon von Kindesbeinen an kennt, hat sie beim 25. Stauferturnier mit ihrer Falada M einen Kurz Grand Prix bestritten – und mit 1500 Punkten (73,17 Prozentpunkten) gewonnen. "Das hat mir unheimlich viel Spaß gemacht", strahlte die Reiterin nach der Siegerehrung. Es war nicht nur der gelungene Ritt, bei dem Stute genau das umsetzte, was die Reiterin von ihr wollte. Es lag an der ganzen Atmosphäre, die Karen gutgefallen hat. "Endlich konnte ich einmal wieder gemeinsam mit meinem Vater bei einem Turnier starten", meinte sie glücklich. Die Verwandschaft war gekommen und hat den Platzierten zugejubelt, im Anschluss auf den Sieg mit einem Gläschen Champagner angestoßen.

Jetzt verbringt das französische Team eine zehntägige Quarantäne zusammen mit Reiterkollegen aus vielen Ländern. Olympiafeeling macht sich jetzt schon bemerkbar, wenn Vielseitigkeitsreiter und Dressurreiter aus ganz Europa und Amerika in Aachen trainieren. "Das wird eine sehr interessante und bestimmt auch fröhliche Zeit, sich auf die Spiele einzustimmen, bevor es am 27.7.nach Hongkong losgeht", sagt Karen.

Juli 2008: Karen gehört dem Team für Olympia 2008 an!

Karen Tebar hat beim traditionsreichen und wichtigen CHIO in Aachen den 13. Platz bei den Dressurreitern belegt.

"Falada war nach 8 Wochen Turnierpause etwas heiß und übermotiviert, sie wurde aber von Prüfung zu Prüfung besser und ging dann eine tolle Kür vor den Olympiarichtern und wurde dort 10", bilanziert die Reiterin.

In Aachen teilte ihr dann der französische Nationaltrainer seine Auswahl für Hongkong mit: Zusammen mit Julia Chevanne und Hubert Perring geht´s für Karen und ihre Falada M nach Hong Kong.

"Ich bin voller Freude und werde mich jetzt auf Olympia vorbereiten", sagt die Dressurreiterin. Am 17. Juli beginnt die Quarantänephase für die Pferde in Aachen, am 27.7. geht es dann in großen Frachtmaschinen in die ehemalige englische Kronkolonie. Die Dressurwettbewerbe finden von 13.8. bis 19.8. statt.

April 2008: CDIO Saumur: Sieg im Grand Prix und im Nationenpreis

Beim CDIO in Saumur konnten Karen Tebar und Falada M ihre tolle Form nochmals bestätigen: Sie gewannen den Grand Prix mit 72,5 Prozentpunkten und deutlichem Abstand vor der Spanierin Beatriz Ferrer Salat.

Damit wurde der Sieg der französischen Equipe im Nationenpreis vor Spanien und Deutschland möglich.

Ein besonders schöner Erfolg, da dies schon der dritte Nationenpreis-Sieg mit der Equipe Tricolore seit 2004 war.

Im Grand Prix Special unterliefen dem Paar kleinere Fehler und so wurden sie mit 72,4 % Zweite, Beatriz Ferrer Salat zeigte eine fehlerfreie Vorstellung und gewann diese Prüfung (73,20 %).

Besonders freute sich Karen Tebar über die tollen Piaffen von Falada, aber auch über die sehr guten Grußaufstellungen, die wie die Passage sogar bis Note 9 bewertet wurden.

Die nächsten Stationen werden das CDI Lingen und das CDIO Aachen sein.

März 2008: Zwei Siege in Stadl Paura

Durch zwei weitere Siege vor internationaler Konkurrenz hat Karen Tebar ihr Ticket für die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Hongkong gesichert. Am Wochenende siegte sie auf ihrer Stute Falada beim Dressurturnier im österreichischen Stadl Paura sowohl im Grand Prix (71,5 %) als auch im Grand Prix Special (71,4 %).

"In den letzten Wochen habe ich besonders an der Durchlässigkeit und Geschmeidigkeit von Falada gearbeitet, da war es umso schöner, dass besonders die weichen Übergänge, ihre Leichtfüssigkeit und ihr promptes Reagieren auf meine Hilfen von den Richtern gelobt wurden", freut sich die Reiterin. Ebenfalls dankbar ist sie für "kollegiale Unterstützung": "Ein ganz besonderer Dank geht an Isabelle Pinto (Frankreich), die mir ihr Pferd Pastor für die Siegerehrungen geliehen hat, so konnte ich die Marseillaise besonders genießen."

Nachdem das Paar in der Halle einen schönen Abschluss feiern konnte, freut sich Karen Tebar jetzt auf die Freiluftsaison, die für sie mit dem CDIO in Saumur Ende April - und hoffentlich wärmerem Wetter - beginnt.

März 2008: Schwabenpower in Braunschweig

Gemeinsam macht doch am meisten Spaß! Das zeigten die Ritte bei den Löwenclassics in Braunschweig von mir und meiner Kollegin Lone Jörgensen, die in Baden-Württemberg wohnt und für Dänemark startet.

Super glücklich bin ich über mein Pferd: Bei ihrem zweiten internationalen Turniereinsatz nach langer Verletzungspause gewann ich mit Falada M den Grand Prix mit 71,5 Prozentpunkten vor Hubertus Schmidt und seiner Wansueala Suerte (71,37%) und der Engländerin Emma Hindle (70,5 %). Auf einen vierten Platz kam Lone Jörgensen mit ihrer erst achtjährigen Donna Asana.

Tags darauf steckte Falada M die Siegerehrung noch in den Gliedern, sie zeigte Nerven und patzte, so belegten wir im Grand Prix Special lediglich den neunten Rang. Daraus werde ich Konsequenzen ziehen und meinem Pferd künftig nervenaufreibende Ehrungen, wann immer möglich, ersparen. Lone Jörgensen konnte abermals punkten und einen dritten Platz im Special erreiten - hinter Emma Hindle und Hubertus Schmidt.

Februar 2008:

Liebe Freunde,

ich bin superglücklich, dass meine Rückkehr in den internationalen Turniersport so erfolgreich vonstatten ging: Bei den Euroclassics in Bremen konnte ich mit Falada M zweimal auf den zweiten Platz reiten. Wir erhielten von den Richtern im Grand Prix 68,9 % und in der Grand Prix Kür 70,1% und mussten uns nur dem aufstrebenden schwedischen Reiter Patrik Kittel geschlagen geben. Ich bin froh, dass wir die Krise des vergangenen Jahres überstanden haben und daß sich Falada topfit und hochmotiviert präsentierte . Jetzt möchte ich mich mit ganzer Kraft auf die Olympischen Sommerspiele vorbereiten.